torre luna zaragoza

Lagos en Ciudad Del Carmen Laguna de Términos 5 En esta pequeña Villa de Pescadores, se pueden vivir y ver momentos gloriosos y majestuosos.

Leider konnten wir diese technischen Wunder nicht besuchen, monatelange Voranmeldung und eine beschwerliche Anfahrt haben uns eine Besichtigung unmöglich gemacht. Bei Vacuña gibt es das kleine Observatorium Mamalluca, in dem nächtliche Führungen zur Himmelsbeobachtung angeboten wurden. Diese Tour hat uns begeistert und unser Interesse an der Himmelsbeobachtung neu geweckt. Auf der Weiterfahrt in Richtung Santiago mieden wir die autobahnähnlich ausgebaute Ruta 5, wo es nur ging.

Alle 70 bis 80 km befand sich eine Mautstelle, und die Gebühr war unmoralisch hoch. Hinter Los Vilos gab es endlich wieder eine küstennahe Alternativstrecke, auf der wir durch kleine Küstenorte bis Viña del Mar und weiter nach Santiago fuhren. Von Westen her erreichten wir Santiago de Chile. Während wir noch durch die ruhigen Vororte fuhren, sahen wir schon das moderne Zentrum der Hauptstadt mit seinen Hochhäusern und der dahinter aufragenden schneebedeckten Bergkulisse der Anden.

Es war einer der wenigen Tage, an dem Santiago smogfrei war. Es wird ein automatisches Mautsystem eingesetzt, welches das Kennzeichen liest und dann den Mautbetrag auf einem Konto verbucht. Ob wir als Ausländer auch bezahlen müssen und wie das dann abläuft, haben wir nicht ermitteln können. Vielleicht war es eine ausgleichende Gerechtigkeit für die Abzocke auf der Panamericana. Pünktlich 9: Als Erstes wollten wir uns Santiago ansehen. Auf dem Berg befinden sich einige Restaurants, Imbissstände und Grillplätze. Es ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in Santiago und wir fühlten uns hier wie auf einem Volksfest - überall wurde gegrillt, gegessen, gespielt und gelacht.

Leider war der Himmel bewölkt, die Sicht auf die Stadt sehr schlecht und dann fing es auch noch zu regnen an. Das geht ja gut los, dachte ich und hoffte, dass uns keine drei Wochen Regen bevorstehen. Die ganze Nacht trommelte der Dauerregen auf unser Wohnmobildach, aber am nächsten Morgen war alles vergessen.

Die Sonne lachte und die Luft war sauber und klar - also beste Voraussetzungen für eine Stadtbesichtigung. Die moderne Metro brachte uns schnell zur Station Santa Lucia. Gleich neben der Metrostation erhebt sich der kleine Cerro Santa Lucia. Hier wurde Santiago im Jahre gegründet. Der Hügel hatte bis ins Jahrhundert eine wichtige strategische Bedeutung und wurde dann zu einem Park umgestaltet, der heute zu den schönsten Plätzen in Santiago zählt.

Über eine monumentale neoklassizistische Treppe bestiegen wir den kleinen Berg. Von oben hatten wir den besten Überblick über die Stadt. Santiago hat kaum historische Gebäude. Auch das mangelnde Interesse der spanischen Krone an Chile, es gab hier weder Silber noch Gold, war ein weiterer Grund für das Fehlen eines historischen Stadtkerns.

Der in den er Jahren begonnene Stadtumbau zu einer modernen industrialisierten Metropole hat aber auch unbestritten seinen Reiz. An der Plaza de Armas, dem zentralen Platz in Santiago, trifft man sich zum sonntäglichen Plausch oder zum Kaffeetrinken. Vieles in der jüngeren chilenischen Geschichte ist mit diesem Palast verbunden.

Am September war er der Schauplatz des blutigen Staatsstreiches gegen Allende. Das Gebäude wurde bombardiert und Allende beging hier Selbstmord. Erst im Jahre öffnete der neu gewählte Präsident Lagos, als eine seiner ersten Amtshandlungen, die Moneda wieder für das chilenische Volk. Im Bauch von Santiago, wie die Markthalle im Volksmund auch genannt wird, reihte sich eine gehobene Fischgaststätte an die andere. Es wirkte alles richtig exklusiv. Nur an ganz wenigen Marktständen wurde noch Obst, Gemüse oder frischer Fisch verkauft. Wir freuten uns auf ein leckeres Abendessen in einem der Fischrestaurants, was dann aber doch eher eine Enttäuschung wurde.

Während Seeaal und Schwertfisch recht ordentlich zubereitet waren, hatte Petra Pech. Ihr gegrillter Lachs stank schon von Weitem und verdarb uns allen den Appetit. Es war ein unschöner Abschluss eines sonst sehr schönen Tages und unser Entschluss stand fest: Wir werden in Zukunft auf teure Gaststättenbesuche verzichten. Der von Petra im Wohnmobil gebrutzelte Fisch kann es jederzeit mit dem aus den besten Fischrestaurants aufnehmen. Von Santiago fuhren wir zurück an die Küste. Valparaiso und Viña del Mar waren unsere nächsten Ziele. Die beiden Orte haben jeweils annähernd Valparaiso hat wohl seine besten Tage schon hinter sich, waren unsere ersten Gedanken, als wir durch die ärmlichen Vororte fuhren.

Unser Reiseführer bezeichnete Valparaiso als eine der schönsten Städte der Welt, als kulturelle Hauptstadt des Landes mit einer einmaligen Kolonialzeitarchitektur - aber wir sahen nur Schmutz, Verfall und Armut. Seine Handbewegung am Hals war eine eindeutige Geste. Dabei wollten wir gerade den ältesten Schrägaufzug der Stadt, den erbauten Ascensor Cordillera, benutzen. Die Aufzüge haben die Besiedlung erleichtert. Heute sind viele dieser für Valparaiso typischen Schrägaufzüge stillgelegt und die wenigen, die seit rund Jahren bis heute ihren Dienst verrichten, waren für uns nicht sehr vertrauenerweckend.

Etwas mulmig war es uns schon, als wir in den klapprigen Holzverschlag des Ascensor El Peral eingestiegen und sich der Aufzug knarrend und quietschend in Bewegung setzte. Die einheimischen Fahrgäste sahen uns wohl unsere Aufregung an und lachten. Sie leben ständig mit dieser Gefahr. Sogar das Auswärtige Amt warnte vor der Benutzung - aber einmal muss man schon mit so einer Klapperkiste gefahren seien.

Oben angekommen hatten wir einen traumhaften Blick über die tiefer liegenden Stadtteile und den Hafen. Langsam erkannten wir den Charme von Valpo, wie die Stadt hier genannt wird. Interessant ist das Nebeneinander von heruntergekommenen baufälligen Häusern und aufwendig restaurierten Kolonialbauten, in denen sich heute teure Gaststätten oder Luxushotels befinden. Im Dann, mit Eröffnung des Panamakanals und mit dem Rückgang der Salpeterexporte verkam die Stadt bis zur Bedeutungslosigkeit.

Erst seit dem Wirtschaftsboom der er Jahre floss auch wieder Geld nach Valpo. Mit diesem Wissen gelang es uns, die Stadt mit anderen Augen zu sehen. Eines muss man Valpo aber lassen, die Stadt hat Charakter, was man von Viña del Mar nicht unbedingt behaupten kann. Es ist schön in Viña, es ist sauber, ordentlich und fast alles ist neu erbaut. Hotels, Gaststätten, Casinos und unzählige Ferienwohnungen säumen den schönen Sandstrand und machen diesen Ort zu einem der beliebtesten Seebäder Chiles.

Mit unserem Wohnmobil fühlten wir uns hier viel sicherer als in Valpo, aber die Stadt hat nichts Eigenes, nichts Typisches. Sie könnte genauso auch in Mexiko, in Spanien oder sonst wo auf der Welt stehen. Das Schöne an diesen zwei so unterschiedlichen Städten ist jedoch, dass man sich nicht für eine entscheiden muss. Zwischen Valpo und Viña liegen Welten, aber sie sind nur 10 km voneinander entfernt. Nach dem dicht besiedelten Ballungsraum um Santiago und Valparaiso tat es gut, wieder durch eine ruhigere Gegend zu fahren.

Bei Algarrobo erreichten wir wieder die Küste, die hier rau und mit mächtiger Brandung auf den breiten Sandstrand aufläuft. Vielleicht war diese schwere See auch der Grund, dass hier ein Weltrekord-Bauwerk entstand. Ständig wurde etwas umgebaut, erweitert und geändert. Ein Baumeister und ein Zimmermann hatten eine Festanstellung bei Neruda.

Dem Haus sieht man Nerudas Liebe zum Meer an. Er sammelte alles, was mit der Seefahrt zu tun hatte. Muscheln, Buddelschiffe und Galionsfiguren zieren die Wände und das Esszimmer ist einer Hafenkneipe nachempfunden. Wir kamen gerade richtig zum wöchentlichen Fischmarkt. Es war ein Erlebnis, die riesigen Berge an exotischen Fischen und Meeresfrüchten zu sehen. Gleich neben den Fischständen rekelten sich Seelöwen auf den Felsen und die Pelikane zankten sich lautstark um die Fischabfälle. Dann erstanden wir auch noch frisch geräucherten Reineta.

Es ist einer der beliebtesten Speisefische in Chile und geräuchert haben wir ihn bisher noch nie bekommen. Mit Fisch waren wir jetzt gut versorgt, und da die Stadt nicht viel Sehenswertes bot, fuhren wir bald weiter. Oft staunten wir über neu gebaute Strandpromenaden, Schulen, Vereinshäuser und öffentliche Gebäude. Hier wurde in den letzten Jahren viel staatliches Geld investiert und wieder aufgebaut, was durch verheerende Naturgewalten zerstört wurde - wir waren in der gefährlichsten Erdbebenregion Chiles.

Bis zu , meist jedoch nur kleinere Beben werden jedes Jahr aufgezeichnet, aber alle paar Jahre kommt es zu einer regelrechten Naturkatastrophe. In Concepción steht kein einziges historisches Gebäude, alles ist modern, nüchtern und funktional. Die Geschichte der Stadt ist ein einziges Horrorszenario. Es wurden solch gewaltige Kräfte freigesetzt, dass die gesamte Stadt um 3 Meter nach Westen verschoben wurde.

Kein Wunder, dass viele Chilenen hier nicht mehr wohnen möchten und wegziehen. Hunderte Kilometer fuhren wir durch weitläufige Waldplantagen. Der wilde chilenische Wald mit den typischen Andenlärchen, den Eichen und Buchen ist schon lange abgeholzt. Während der Militärdiktatur unter Pinochet wurde der Holzeinschlag subventioniert. Die Chilenen schafften es, den ursprünglichen Wald in einer Geschwindigkeit abzuholzen, die sogar das Tempo in den brasilianischen Amazonaswäldern übertraf.

Heute setzt man auf schnell wachsende Kiefern und Eukalyptusbäume. Die ganze Gegend lebt von der Holzwirtschaft. Über einfache Hafenanlagen, die nur aus einer Landungsbrücke und einem Förderband bestehen, wurde das Holzgranulat dann auf Schiffe verladen und in alle Welt verkauft.

Chile hält den zweifelhaften Rekord, eines der Länder mit den umfangreichsten Waldplantagen weltweit zu sein. Südlich von Temuco kreuzten wir die Panamericana und fuhren in Richtung Andenkette. Hier liegt, eingebettet zwischen dichtem Mischwald, Feldern und grünen Weiden, das chilenische Seengebiet. Schon von Weitem sehen wir den Vulkan Villarrica. Mit seiner idealen Kegelform zählt er zu den schönsten Vulkanen Chiles.

Auf der Fahrt zum gleichnamigen See war er unser Wegweiser. Am Abend begann es stark zu regnen und auch die ganze Nacht trommelte der Dauerregen auf das Dach unseres Wohnmobils. Ideales Fahrwetter für unseren Kurzausflug nach Argentinien, dachten wir.

Da unser Visum und die Einfuhrerlaubnis für das Wohnmobil nur noch eine Woche gültig waren, wollten wir mit einem Grenzübertritt beides erneuern. Felix hatte sich bereit erklärt, mit Basko und den einfuhrverbotenen Lebensmitteln auf der chilenischen Seite in einer Gaststätte zu warten. Es regnete immer noch, als wir am nächsten Morgen in Richtung Argentinien aufbrachen. Mittlerweile gab es nur noch eine Spur aus festgefahrenem Schnee.

Wie sollten wir ausweichen, wenn uns ein Fahrzeug entgegen käme? Wir wollten das Winterabenteuer so schnell wie möglich abbrechen, aber leichter gesagt als getan. Dann kamen uns zwei argentinische Fahrzeuge entgegen. Beim Ausweichen rutschten wir in den hohen Schnee und kamen nicht mehr los. Da half nur Schnee schaufeln. In kurzer Zeit hatte das schwere Räumfahrzeug eine Stelle zum Wenden frei geschoben uns aus dieser kritischen Situation befreit.

Als wir wieder talwärts rollten , waren wir erleichtert und froh, dass nichts Schlimmeres passiert war. Wir hatten die Wettersituation am Malal-Pass völlig falsch eingeschätzt. Ein Besuch der Thermen in Trancura rettete uns dann den trüben und kalten Tag. In Pucon, einem netten kleinen Touristenort, der uns etwas an Banff in Kanada erinnerte, verbrachten wir den Tag.

Immer neue Ausblicke auf malerische tiefblaue Seen, eingerahmt von den schneebedeckten Andengipfeln, veranlassten uns wiederholt anzuhalten und dieses Bilderbuchpanorama regelrecht in uns aufzusaugen. Wir befanden uns in einer der schönsten Gegenden Chiles und manches hier verursachte bei uns heimatliche Gefühle. Nicht nur die Landschaft, die uns an die Alpen erinnerte, sondern auch die gepflegten Häuser mit ihren blumengeschmückten Fenstern und Balkonen.

In den Vorgärten blühten bunte Frühlingsblumen und in deutscher Sprache wurden Pensionszimmer, landwirtschaftliche Erzeugnisse oder Kuchen angeboten. In Puerto Octay trafen wir Christian. Er sprach ein ausgezeichnetes Deutsch und war stolz auf seine deutschen Vorfahren. Die chilenische Regierung suchte damals nach einwanderungswilligen Deutschen, um die südchilenische Wildnis zu besiedeln. In über 30 deutschen Tageszeitungen wurde inseriert und kamen die ersten Deutschen nach Chile.

Bis zur Jahrhundertwende waren es dann über Heute erinnert manches an diese schweren Jahre. In vielen Vorgärten stehen noch die ersten Pflüge oder die alten Dampfmaschinen, mit denen die Bandsägen angetrieben wurden. Die deutsche Besiedlung in Südchile war eine Erfolgsstory. Produkte aus den sauber geführten Farmen waren und sind bis heute noch genauso gefragt wie die Angebote der deutschen Restaurants, Bäckereien oder Hotels. Sprache und Tradition wurden in seiner, wie in den meisten deutschen Einwandererfamilien ganz konsequent bewahrt.

Zum Abschied gab er uns noch den Tipp, Frutillar zu besuchen. Es wäre die deutscheste Stadt in Chile. In Frutillar, auf Deutsch Fruchtweiler, fühlten wir uns wirklich wie in Deutschland. Der kleine Ort lebt vom Tourismus und vermarktet sehr erfolgreich seine deutschen Traditionen. Überall sahen wir deutschsprachige Angebote und aus den geöffneten Fenstern der deutschen Schule hörten wir deutsche Volkslieder.

Solch ein Reglement hatten wir seit den USA nicht mehr erlebt. Hier haben die Stadtväter wohl etwas über das Ziel hinaus geschossen, zumal es in Chile kaum Wohnmobile gibt. Wir haben uns dann auch nicht sehr lange in Frutillar aufgehalten und sind dorthin weitergefahren, wo wir willkommen waren. Es war ein idealer Tag, die Sonne tauchte das Meer in ein tiefes Blau und die saftigen Wiesen standen im farblichen Kontrast zum leuchtend gelben Ginster.

Eine landschaftliche Idylle war unser erster Gedanke, aber beim genauen Hinsehen erkannten wir das karge und entbehrungsreiche Leben der Chiloten. Die Häuser waren klein und alt, durch die Fenster und Türen pfiff der Wind. In manchen Vorgärten standen alte verrostete Pick-ups - Zeichen eines bescheidenen Wohlstandes auf Chiloe. Wer will heute noch so leben? Die jüngere Generation sah schon vor vielen Jahren keine Perspektive mehr auf der Insel. An der Westküste, bei Pumillahue, hatte man diesen Tourismus-Trend schon erkannt.

Hier befindet sich eine Kolonie von Magellan- und Humboldtpinguinen. Mit einem kleinen Motorboot fuhren wir zu den Inseln des Naturschutzgebietes und konnten die putzigen Vögel beobachten. Besonders die hüpfende, fast etwas schwerfällig wirkende Fortbewegung auf dem steinigen und steilen Ufer und die Leichtigkeit, mit der sich diese guten Schwimmer im Wasser bewegten, war gut zu sehen.

Die Beobachtung war übrigens nur vom Boot aus möglich, die Inseln durften nicht betreten werden. Am nächsten Morgen regnete es in Strömen und wir waren froh, den Ausflug zur Pinguinkolonie noch am Vortag unternommen zu haben. Die Fischer sagten uns, dies wäre das typische Wetter auf Chiloe, der Sonnenschein gestern war eine Ausnahme. Wie wenig sich doch in den Jahren seit damals geändert hat. Die gestern noch so liebliche Landschaft war verschwunden.

Alles war grau, nass und kalt. Bis Dalcahue fuhren wir noch und quartieren uns dann direkt am Hafen ein. Die Fischerboote waren bei Ebbe auf die Seite gekippt und lagen wie gestrandet im flachen Wasser. Erst mit der nächsten Flut konnten sie wieder auslaufen, aber die wenigsten Fischer fuhren an diesen Tagen zum Fischen raus. Es gab zu wenig Nachfrage auf der Insel, erst in den Ferienmonaten wird das Geschäft wieder besser laufen.

Wir verbrachten den Rest des Tages im Wohnmobil, Petra bereitete uns frischen Fisch zum Abendessen und danach machten wir es mit einem Glas Wein so richtig gemütlich. Trotz des weiterhin trüben Wetters besuchten wir am nächsten Tag, es war der letzte gemeinsame Tag mit Felix, die Hauptstadt Castro. Jahrhunderts auf Chiloe und den Nachbarinseln erbaut, alle aus Holz und oft mit Alerceschindeln oder bunt bemaltem Blech verkleidet. Die Kathedrale in Castro ist auch deshalb so interessant, weil sie von einem italienischen Architekten als Stein- und Betonbau entworfen wurde.

Ein wirklich eindrucksvolles Bauwerk, vor allem von innen, wobei der langsame Verfall nicht zu übersehen war. So pittoresk diese bunt angestrichenen Pelafitos auch aussahen und so oft sie auch als Fotoobjekt herhalten mussten - wohnen wollte dort kaum noch jemand. Die Häuser sind nicht viel mehr als dünnwandige Bretterbuden, ohne vernünftige Heizung oder sanitäre Anlagen. Vielleicht war es nur Zufall, aber nachdem wir das Festland wieder erreicht hatten, lugte die Sonne zaghaft durch die Wolken und in Puerto Montt schien sie dann von einem fast wolkenfreien Himmel.

Wir erzählten, machten Pläne und waren uns doch dessen bewusst, dass die gemeinsamen Tage morgen vorbei sein werden und wir uns für eine längere Zeit nicht mehr sehen. Am nächsten Morgen fuhren wir Felix pünktlich zum Flughafen nach Puerto Montt und dann fühlten wir uns wieder mindestens einen ganzen Tag so richtig einsam. Es fühlte sich an wie ein nasskalter April in Deutschland.

In Puerto Varas gab es einen ruhigen Parkplatz, direkt am See, und dort warteten wir auf eine Wetterbesserung. Jeden Tag hofften wir darauf, endlich zur Erkundung des Lago Llanquihue aufbrechen zu können, doch es regnete noch weitere fünf Tage. Nach einem schnellen Frühstück wollten wir nur noch los. Wir fuhren am südlichen Ufer des Lago Llanquihue entlang und staunten immer wieder über die fantastischen Ausblicke. Grüne Wiesen, tiefblaues Wasser und der schneebedeckte Vulkan Osorno, der sich am anderen Ufer des Sees erhebt und mit seiner Kegelform das Idealbild eines Vulkans darstellt.

Er ist dem Vulkan Villarrica sehr ähnlich und in Chile entbrennt gelegentlich ein Streit darüber, welcher der beiden der schönere ist. Im tiefblau bis smaragdgrün schimmerndem Wasser spiegelten sich die verschneite Spitze des Cerro Tronador, dessen Gipfel direkt auf der Grenze zu Argentinien liegt, und die schroffe Felsspitze des Vulkans Puntiagudo.

Noch heute ist der See von dichtem immergrünen Regenwald umgeben. Sie stammten noch vom letzten Ausbruch des Vulkans Osorno vor mehr als Jahren. Besonders die extremen Wetterumschwünge haben schon manches Bergsteigerteam kalt erwischt, einige Alpinisten haben es sogar mit ihrem Leben bezahlt. Für uns war es bei diesem ruhigen Wetter kaum eine Herausforderung, auf dem Vulkan Osorno zu fahren und etwas zu wandern. Hier beginnen die Bergpfade und auch ein Sessellift fuhr bis zu den unteren Vulkankratern. Leider lag an diesem Nachmittag hier oben alles in dichtem Nebel, auch der viel gerühmte Ausblick über den Lago Llanquihue blieb uns verborgen.

Nach einer kurzen Wanderung freuten wir uns auf das Abendessen im warmen Wohnmobil und auf eine ruhige Nacht. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir kaum Schlaf finden würden. Gegen Eine Stunde später hofften wir nur noch, dass wir vom orkanartigen Sturm nicht umgeworfen werden. Die Temperaturen waren innerhalb weniger Stunden bis unter den Gefrierpunkt gefallen und der eisige Regen bildete an den Wänden und Fenstern des Wohnmobils eine dicke Eisschicht. Mit der ersten Dämmerung am Morgen haben wir die Abfahrt vom Vulkan gewagt. Ganz langsam rollten wir im ersten Gang, fast ohne zu bremsen, ins Tal.

Hier unten merkten wir von dem Sturm kaum etwas, alles war ruhig, fast windstill, mit etwas Nieselregen. Jetzt konnten wir die Gefährlichkeit eines Wetterumschwungs auf dem Osorno nachvollziehen. Wie muss man sich fühlen, wenn man von solch einem Wetter auf dem Gipfel überrascht wird. Neben vielen erloschenen Vulkanen, wie den Osorno, besitzt Chile mit aktiven Vulkanen die meisten der Welt. Juni dieses Jahres ist er, nach über jähriger Pause, erneut ausgebrochen.

Als wir vier Monate nach diesem Ausbruch in Richtung Argentinien fuhren, wollten wir es kaum glauben, aber der Puyehue war noch immer nicht zur Ruhe gekommen. Er war Augenzeuge des Ausbruchs und berichtete uns von der gewaltigen Eruption, die innerhalb von fünf Stunden Millionen Tonnen Asche, Sand und Bimsgestein mehrere Kilometer in die Höhe geschleudert hat.

Dafür war eine Energie erforderlich, die der von 70 Atombomben entsprach, so die Berechnung argentinischer Wissenschaftler. Bis nach Australien waren die Auswirkungen zu spüren, so musste zum Beispiel in Perth der Flughafen geschlossen werden - aber die schlimmsten Auswirkungen verzeichnete man in unmittelbarer Nähe des Vulkans. Eine Fläche von über In manchen Regionen sah es aus wie im Winter nach Neuschnee. Noch schlimmer als in Chile waren die Auswirkungen in Argentinien.

Auch die Viehwirtschaft litt unter dem Vulkanausbruch. Mehrere Im chilenischen Osorno verzeichnete man dagegen ein anderes Phänomen. Jeden Abend kamen Tausende bunte Choroy, eine chilenische Papageienart, aus den betroffenen Andengebieten in die Parks der Stadt geflogen, weil sie keine Nahrung mehr fanden. Am nächsten Morgen flogen sie, ihrem inneren Orientierungssinn folgend, zurück, und am Abend waren die Bäume in den Parks von Osorno wieder von unzähligen Vögeln grellbunt gefärbt.

Unser erstes Ziel war Arica, die nördlichste Stadt des Landes. Hier wurde auch unser erster Eindruck von Chile geprägt. Chile ist eines der reichsten Länder Südamerikas und dies war schon in Arica zu sehen. Die Stadt wirkte gepflegt und sauber, fast schon europäisch. Es gibt riesige Shoppingcenter, die keine Wünsche unerfüllt lassen - zumindest für den Teil der chilenischen Bevölkerung, der sich den westlichen Wohlstand leisten kann. Nachdem wir uns am Geldautomat mit einem sechsstelligen Betrag in Peso der Kurs liegt bei 1: Hier gab es wirklich alles, übrigens auch auffallend viele deutsche Produkte, aber zu Preisen, die wir in dieser Höhe auch schon lange nicht mehr bezahlen mussten.

Chile ist kein billiges Reiseland. Das galt auch für die oftmals sehr einfachen Campingplätze, die mit 8. Im Norden der Stadt, weit abseits vom Zentrum und den schönen Stränden, gab es einige dieser schlichten Campingplätze, aber die meisten waren jetzt im Winter geschlossen oder sie hatten eine für unser Wohnmobil zu enge Einfahrt.

Am Yachthafen fanden wir dann einen guten Stellplatz — zentrumsnah, sicher und vor allem kostenlos. Sogar den Wasseranschluss und das Internet vom Yachtclub konnten wir benutzen. Ein toller Platz, auf dem wir es dann auch fast zwei Wochen ausgehalten haben. Auch die Stadt hatte einiges zu bieten. Auch das alte Zollgebäude von wurde von ihm entworfen. Leider hatten wir, was das Wetter an der Küste betraf, falsche Erwartungen gehabt.

Die Stadt des ewigen Frühlings, wie Arica auch genannt wird, zeigte sich meist wolkenverhangen. An den wenigen sonnigen Tagen unternahmen wir Ausflüge ins Umland der Stadt oder kraxelten auf den Morro. Hier oben stand die peruanische Festung zur Stadtverteidigung, die am 7. Juni von den Chilenen eingenommen wurde.

In einem Museum auf dem Morro wurden die Details dieser entscheidenden Schlacht im Salpeterkrieg gegen Peru und Bolivien selbstbewusst dargestellt. Auch bei unserem nächsten Reisestopp in der ehemals peruanischen Hafenstadt Iquique trafen wir auf Zeugnisse dieser Zeit, und der chilenische Stolz auf den Sieg im Salpeterkrieg war auch hier nicht zu übersehen. Während einer Hafenrundfahrt fuhren wir auch zu der Stelle, wo die Seeschlacht gegen Peru getobt hat. Dass dabei das stolze chilenische Kriegsschiff Esmeralda unter Kapitän Prat versenkt wurde, hatte auf den Kriegsausgang wenig Einfluss.

Die zur Schau getragene Freude unseres Reiseführers über den damals gewonnenen Krieg kannte kaum Grenzen, als er bemerkte, dass auch zwei peruanische Familien auf dem Boot waren. Wir fanden es, obwohl wir nur einen Teil seiner Erklärungen verstanden, etwas unpassend und überzogen. Dazu kommt, dass Bolivien durch den Salpeterkrieg jeglichen Zugang zum Meer verloren hat und immer wieder versucht, heute vor allem mit diplomatischen Mitteln, eine Lösung dafür zu finden. In der Mitte der Plaza Prat steht der Uhrturm, das Wahrzeichen der Stadt, umgeben vom neoklassizistischen Theater Municipal, dem prunkvollen ersten Gewerkschaftshaus des Landes und den im maurisch-spanischen Stil errichteten ehemaligen Club Español.

Dieses, mit blauen Kacheln verkleidete Gebäude aus dem Jahre , in dem sich heute ein vornehmes Restaurant und ein Kasino befinden, ist noch weitestgehend original erhalten. Mit seinen wertvollen Holzvertäfelungen, den alten Möbeln und den schweren Teppichen, versetzte es uns gedanklich in diese Zeit zurück. Die Mitglieder der spanischen Kolonie in Iquique wussten, wie es sich gut leben lässt.

Hier ist ein zusammenhängendes bauliches Ensemble noch so erhalten wie vor Jahren, zur Blütezeit der Stadt. Einen ganzen Block breit erstreckt sich das Palacio Astoreca. Es ist öffentlich zugänglich und enthält noch einige Originalmöbel und Einbauten. Hier konnten wir sehen, wie prunkvoll der Geldadel und die Salpeterbarone in dieser Zeit lebten. Der Wohlstand wurde in den umliegenden Salpeterminen unter fast feudalistischen Verhältnissen erwirtschaftet.

Auf unserer Weiterfahrt ins Landesinnere kamen wir an unzähligen stillgelegten Salpeterminen, den sogenannten Oficinas, vorbei. Die Oficinas waren eine abgeschlossene Welt und diese gehörte de facto den Salpeterbaronen. Alles in den Minen war ihr Eigentum, nicht nur die Abbau- und Verarbeitungstechnik, sondern auch die Häuser der Arbeiter, die Geschäfte, die Kneipen, einfach alles.

Bezahlt wurden die Arbeiter mit eigenen Münzen, die nur in der jeweiligen Oficina gültig waren. So wurde gewährleistet, dass die Arbeiter ihre Löhne auch direkt bei Minenbesitzer wieder ausgaben. Die meisten dieser Minen hatten ihren Höhepunkt in den Jahren zwischen und Danach wurde der Abbau zunehmend unwirtschaftlich. Das in Deutschland entwickelte chemische Verfahren zur Ammoniaksynthese ermöglichte es, Salpeter wesentlich billiger herzustellen. Nur wenige Salpeterminen überlebten diese Zeit. Eine davon war die 45 km von Iquique entfernt liegende Humberstone-Salpetermine.

Sie wurde erst endgültig stillgelegt. Heute steht sie auf der Liste der gefährdeten Kulturstätten weit oben, weil der Verfall dieser alten Salpeterstadt rasend schnell voranschreitet. Die einfachen Unterkünfte, die Verwaltungsgebäude und die technischen Einrichtungen der Mine, ursprünglich nur für eine kurze Zeit errichtet, sind heute in einem sehr baufälligen Zustand. Vieles ist einsturzgefährdet und verrottet langsam. Humberstone war in den letzten Jahren auch eine recht moderne Salpeterstadt, hatte sie doch, neben Schule und Krankenhaus, sogar ein eigenes Theater und ein öffentliches, aus einem Schiffswrack gebautes Schwimmbad.

Heute wird in Chile nur noch eine einzige Salpetergrube betrieben. Sie befindet sich in Maria Elena und ist die modernste Salpetergrube der Welt. Wie modern hier alles ist , konnten wir am neu gebauten Arbeiterhotel sehen, auf dessen Parkplatz wir mit unserem Wohnmobil willkommen waren. Klimatisierte Bungalows, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Arbeiterrestaurants - alles vom Feinsten.

Leider war der Minenkomplex nicht für Besichtigungen freigegeben. Die Stadt Chuquicamata selbst ist heute eine Geisterstadt. Beeindruckend sind die Daten der Mine, die uns stolz erläutert wurden. Mit einem elektrolytischen Verfahren werden daraus 2. Was nicht zur Sprache kam , waren die massive Zerstörung der Umwelt und die gesundheitlichen Auswirkungen auf die Minenarbeiter. Ihre überdurchschnittlich gute Bezahlung macht das gesundheitliche Risiko nicht wett, viele erkranken an Staublunge, Asthma oder Krebs.

Obwohl wir uns schon seit Arica in der Atacamawüste befanden , hatten wir mit San Pedro de Atacama den Mittelpunkt der Wüste, oder zumindest das touristische Zentrum der Atacama, erreicht. Hier ist die Wüste am eindrucksvollsten und auch am trockensten. In diesem trockenen Gebiet kann der Mensch nur in den wenigen Oasen überleben. San Pedro ist so eine Oase, mitten in der Wüste. Hier siedelten schon vor circa Sie betrieben bescheidene Landwirtschaft und Tierzucht. Aus dem verschlafenen Andendorf ist ein touristisches Standardziel geworden, welches auf keiner Reiseroute im Norden Chiles fehlen darf.

Die schnelle Entwicklung hatte auch ihre unangenehmen Nebenwirkungen. Hohe Preise, zwielichtige Touranbieter und Touristennepp gehörten hier zum Alltag. Nach zwei Tagen in San Pedro hatten wir genug davon. Die wundervolle Umgebung der Stadt war unser nächstes Ziel, und anders als die vielen anderen Touristen mussten wir keine überteuerten Touren buchen, sondern konnten mit unserem Hobby alles selbst anfahren. Am Salar de Atacama verbrachten wir einen ganzen Tag, beobachteten Flamingos, die in der Lagune Chaxa im flachen Wasser vor der eindrucksvollen Bergkulisse standen, und erlebten hier den wohl schönsten Sonnenuntergang unserer bisherigen Reise.

Die Lagune verfärbte sich dabei in fast schon kitschig wirkenden Farben und die Flamingos stellten sich dann nochmals für unsere Fotos auf. Die Nächte in der Wüste waren eine weitere neue Erfahrung für uns. Unser Reiseführer beschreibt diese Gegend, hoch oben im chilenisch-argentinischen Grenzgebiet, als sehr sehenswert. Dann ging es auf einer Schotterpiste weiter. Wir quälten uns, teilweise nur in Schrittgeschwindigkeit, immer höher in die Anden.

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Nur noch 10 km trennten uns von der landschaftlich so schönen Lagune, da machte fast meterhoher Schnee auf der Piste die Weiterfahrt unmöglich. Etwas enttäuscht mussten wir, so kurz vor unserem Ziel, umkehren. Mit einer organisierten Tour wäre so etwas sicher nicht passiert. Andererseits liegt gerade in dieser Unberechenbarkeit und Spontanität der Reiz des individuellen Reisens, und so haben wir auf der Rückfahrt noch das kleine Städtchen Toconao kennengelernt und eine weitere Nacht in der Stille der Atacamawüste verbracht.

Der hoch aus dem Wasser aufragende Fels ist in dieser Form einmalig in Chile. Es war aber vor allem ein geeigneter Platz, um Vögel und Seelöwen zu beobachten. Sogar einige Delfine konnten wir nahe dem Ufer sehen. Einzig die hier normalerweise lebenden Humboldtpinguine zeigten sich nicht. Die Nacht verbrachten wir auf dem Parkplatz, direkt über dem Felsentor und der Brandung des Pazifiks. Am nächsten Morgen starteten wir recht früh, aber so richtig weit sind wir nicht gekommen.

Die meisten Autofahrer nahmen den Protest gelassen hin und selbst die Polizei verhielt sich solidarisch mit den Fahrern. An der Pazifikküste im Norden Chiles gibt es herrliche einsame Strände, beschauliche Fischerdörfer und schöne Ferienorte. Wir bummelten an der Küste südwärts und machten Pause, wo uns gefiel. Dieses geruhsame Reisen hatte zwei Gründe. Der zweite Grund war, dass wir noch genügend Zeit bis zum 3.

September hatten, denn für diesen Tag erwarteten wir unseren Sohn Felix in Santiago. Die Stellmöglichkeiten für unser Wohnmobil waren so gut, dass wir mittlerweile recht ausgefallener Ansprüche entwickelt hatten. In Taltal, einem kleinen verschlafenen Fischerort, fühlten wir uns schnell wohl. Daran konnten wir uns gewöhnen. Noch besser hatten wir es dann in Bahia Inglesa getroffen. Die Restaurants kämpften mit Rabatten um die wenigen Gäste und der Strand gehörte uns fast allein. Dabei waren die Temperaturen schon sehr angenehm. Auch sonst waren wir gut versorgt.

Früh kam der Bäcker mit frischen Brötchen ans Wohnmobil und am Nachmittag brachten die Fischer ihren fangfrischen Fisch. Es waren wundervolle Tage. Die Menschen waren aufgeschlossen, sie interessierten sich für uns, unsere Reise und unser Wohnmobil. Sogar ein Team des chilenischen Fernsehens wurde auf uns aufmerksam. Wir wurden interviewt, alles wurde gefilmt und noch am selben Tag lief der Beitrag über unsere Reise im Vorabendprogramm.

Wir hätten niemals für möglich gehalten, wie viele Menschen diesen TV-Beitrag gesehen und uns wieder erkannt haben. Vom Familienfoto vor unserem Hobby bis zum hemmungslosen Anklopfen zu unpassender Zeit reichte das Spektrum, welches wir aufgrund unserer temporären Bekanntheit ertragen mussten. Das klang ja alles sehr beunruhigend. In Bolivien wurde bis vor einigen Tagen gestreikt. In den Medien wurde von Übergriffen auf Zivilisten und Ausländer berichtet und viele Reisende waren froh, dass sie aus dem Land endlich rausgekommen sind. Und wir mussten unbedingt rein - nach Bolivien.

Katharina hatte ihren Rückflug von La Paz gebucht und so hatten wir keine Wahl. Einige Tage später waren wir froh in Bolivien zu sein, denn die Streiks wurden nach dem Einlenken der Regierung beendet und bis zu den nächsten landesweiten Protesten waren wir erst einmal sicher. Anders in Peru.

Die Grenze zwischen Peru und Bolivien war für mehrere Wochen geschlossen, sogar die Flughäfen wurden blockiert. Also war Bolivien im Moment das sicherere Land. Unmittelbar hinter der Grenze liegt das kleine Pilgerstädtchen Copacabana. Der Ort selbst ist nicht gerade schön, aber seine bevorzugte Lage am Titicacasee macht ihn zu einem gefragten Touristenort. Bei unserem ersten Stadtspaziergang sahen wir aufwendig, mit Blumen, Girlanden und Blütenblättern geschmückte Autos in der Stadt, und am nächsten Tag erlebten wir, was es damit auf sich hatte.

Der Franziskanerpater Bernardino segnete mehrmals wöchentlich Autos. Das ist auch in Bolivien ein Novum und so kamen die Gläubigen mit ihren neuen oder alt gekauften Autos hierher, um den Segen des Paters zu empfangen. Das Ganze wurde von ohrenbetäubenden Böllerschüssen begleitet. Die gesegneten Autos waren dann gegen Pannen und vor allem gegen Unfälle gewappnet, sodass der Fahrtstil ruhig etwas riskanter sein konnte. Am nächsten Morgen fuhren wir mit einem Ausflugsboot zur Isla del Sol.

Um Basko nicht so lange allein zu lassen, hatten wir uns für eine Halbtagestour entschieden.


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Leider war die Zeit viel zu kurz für diese beeindruckende Insel. Nach dem anstrengenden Aufstieg über die Inka-Treppe zum höchsten Punkt der Insel hatten wir den wohl schönsten Blick auf den tiefblauen See, auf die Isla del Luna und das gegenüberliegende, von vergletscherten Bergen gesäumte Ufer. Wie gern hätten wir, mit etwas mehr Zeit, eine Wanderung auf dem Kammweg zur nordwestlichen Seite der Insel unternommen.

Nicht nur die reizvolle Landschaft, sondern auch die historische Bedeutung wären ausreichend Gründe dafür gewesen. Nach alter Inka-Legende wurde hier der erste Inka Manco Capac und seine Frau geboren und auch die Sonne sei hier entstanden und zum Himmel aufgestiegen. Nach so viel Natur und Historie haben wir uns dann am Abend ganz irdischen Genüssen hingegeben.

Die Strecke von Copacabana nach La Paz war nur km lang. Trotzdem kamen wir erst am späten Nachmittag in El Alto, dem über m hoch gelegenen Vorort der bolivianischen Andenmetropole an. Ein Grund war die landschaftliche Schönheit der Strecke, die uns immer wieder zu Pausen und Fotostopps veranlasste. Ein weiterer, die wenig vertrauenswürdige Fährverbindung über eine schmale Stelle des Titicacasees. Die altersschwache Fährplattform hatte keine Bohle zu viel an Deck. Sie knackte an allen Ecken, als wir mit dem Hobby langsam darauf rollten.

Jetzt brachte der Seitenwind die Fähre mächtig ins Schwanken und unser Hobby schaukelte sich bedenklich auf. Das gelangweilte Gesicht des Fährmannes gab mir etwas Zuversicht, dass wir in keiner kritischen Situation waren - aber was hatte ich auch erwartet? Es war ja nicht sein Wohnmobil, welches vielleicht über Bord gehen würde.

Nach 30 bangen Minuten legten wir am gegenüberliegenden Ufer an. Alles war gut gegangen und uns fiel ein Stein vom Herzen. In La Paz angekommen haben wir uns erst einmal hoffnungslos verfahren. Das konnte ja nur ein Fehler des Systems sein. Also weiter geradeaus. Nach wenigen Kilometern befanden wir uns in einem hoffnungslos verstopften Vorort. Langsam wurde ich nervös. Wir rollten talwärts, fast m tiefer lag das Zentrum der Stadt. Die Häuser schmiegten sich an die steilen Berghänge und boten eine faszinierende Umrahmung für die im Tal liegenden modernen Stadtviertel mit ihren Hochhäusern und dem über der Stadt thronenden, schneebedeckten, m hohen Illimani.

Ich vertraute jetzt meinem Navigationssystem und trotzdem gab es noch einige schwierige Verkehrssituationen zu bewältigen, ehe wir endlich am Schweizer Hotel Oberland ankamen. Da viele Kleinbusse oder älterer Autos nicht mehr loskommen würden, fuhren sie an Kreuzungen einfach durch. Ein Wunder, dass so wenig Unfälle passierten. Für uns war La Paz bisher die Stadt mit den kompliziertesten Verkehrsbedingungen. So verwöhnt wurden wir schon lange nicht mehr. Am nächsten Tag stand die Stadtbesichtigung auf unserem Programm. Die Innenstadt war laut, hektisch und nicht sehr sauber. Es wurde viel gebaut und die Luft, die schon unter normalen Bedingungen fast zu dünn zum Atmen ist, war staubig und kratzte im Hals.

Hier befindet sich der berühmte Hexemarkt, wo wir Ausgefallenes und Kurioses fanden. Es gab haufenweise Kräuter, Heilgetränke und vor allem getrocknete Lamaembryos, welche die Einheimischen unter den Schwellen ihrer Häuser und Wohnungen vergraben und sich dadurch Glück und Wohlstand erhoffen. Hier stehen die Kathedrale, der Regierungspalast und das Parlamentsgebäude. Alles war gepflegt und strahlte Ruhe und Gelassenheit aus. Hier, fast m tiefer als El Alto gelegen, fiel uns das Atmen leichter, die Luft war relativ sauber und die Temperaturen angenehmer.

Nicht ohne Grund wohnt hier die Oberschicht von La Paz. Die letzten zwei gemeinsamen Tage vergingen viel zu schnell und dann war er schon da, der Abschied von unserer Katharina. Wir wollten nicht mit dem Wohnmobil zum Flughafen fahren und bestellten über die Hotelrezeption ein Taxi. Nach einem schnellen Abschied fuhr unsere Kathi vom Hotelhof und erst 8 Stunden später erhielten wir die erste Nachricht von ihr. Obwohl wir fest vereinbart hatten, dass sie uns vom Flughafen eine SMS sendet , blieb unser Handy stumm.

Unsere Anrufe gingen ins Leere, und obwohl wir nicht zu übersteigerter Ängstlichkeit neigen, machten wir uns zunehmend Sorgen. Mittlerweile müsste sie schon in Lima gelandet sein, aber keine Nachricht erreichte uns. Langsam kamen uns die unmöglichsten Gedanken. Was hatten wir nicht alles gelesen von falschen Taxifahrern, Blitzentführungen und Missbrauch. Meine Anrufe bei der Fluggesellschaft waren erfolglos, die immer wieder gesendeten SMS an Kathi blieben unbeantwortet. Der nächste Schritt wäre ein Hilferuf bei der deutschen Botschaft gewesen - und dann kam endlich der erlösende Anruf unserer Tochter.

Völlig überrascht fragte sie uns, was denn los sei und ob wir ihre zwei SMS nicht bekommen hätten. Ein simples technisches Problem im Mobilfunknetz hatte uns, und mit uns die ganze Travellergemeinschaft im Oberland, in Atem gehalten. Nach dem straffen Programm der letzten Wochen brauchten wir wieder mal eine kleine Auszeit. Vor allem mussten wir Ordnung in unsere Fotos bringen und die letzten zwei Reiseberichte schreiben. Sucre schien dafür gut geeignet und Rita und Lothars Tipp erwies sich als absolut passend.

Sie gaben uns die Adresse einer netten Familie, die uns ihren Garten als Stellplatz zur Verfügung stellte. Es war alles vorhanden, von der warmen Dusche bis zum WiFi-Internet. Dazu kam, dass Sucre ein sehr angenehmes Klima besitzt. In nur m Höhe gelegen war es tagsüber frühlingshaft warm und nachts nicht zu kalt.

Dies Sonne schien wirklich jeden Tag und der stahlblaue Himmel war völlig wolkenlos. So konnten wir es aushalten. Seitdem waren auch die Abende nicht mehr so einsam. Aber viel war von der Hauptstadt wirklich nicht zu erkennen, einzig der Oberste Gerichtshof ist in Sucre noch ansässig. Dafür ist es hier ruhig und beschaulich - einfach lebenswert. Natürlich machten die Bolivianer auch in Sucre von ihrem Recht Gebrauch, gegen alles und jeden zu demonstrieren.

Seit der Unabhängigkeit gab es über gewaltsame Machtwechsel - das ist einsamer Weltrekord. Mai und den folgenden Tagen. Diesmal war es aber keine Demonstration gegen - sondern für die Regierung. Der Mai wird in Sucre als Beginn der Unabhängigkeitsbewegung vor nunmehr Jahren gefeiert. Stundenlang marschierten die Menschen an der Casa de la Libertad vorbei. Auch ihm schien der Umzug, der einfach kein Ende nehmen wollte, zu lange zu dauern.

Ich wurde etwas an die inszenierten Umzüge in der ehemaligen DDR erinnert, aber hier schienen die Menschen mit Freude und Enthusiasmus dabei zu sein. Vor allem die vielen Indigenas fielen in dem Demonstrationszug auf und unzählige Marschkapellen versuchten sich gegenseitig zu überbieten. An den nächsten zwei Tagen hörten wir immer wieder Marschmusik aus dem Stadtzentrum, die Show war noch lange nicht zu Ende. Am Abend flanierten die stolzen Bürger dann auf der Plaza oder vergnügten sich bei öffentlichen Konzerten.

Trotz der offensichtlichen Inszenierung dieses Spektakels hatten wir den Eindruck, dass die Bolivianer diesen Feiertag mit Hingabe begehen. Einen beispiellosen Nationalstolz haben sie sowieso. In Sucre befindet sich die gegründete älteste Universität Südamerikas, im Turm der Kirche San Francisco hängt noch heute die Freiheitsglocke, die am Mai die Unabhängigkeitskämpfer an die Waffen rief, und in der Casa de la Libertad wurde am 6.

August die Unabhängigkeit Bolivien erklärt. Wir bewegten uns auf geschichtsträchtigen Boden und noch einige Jahre älter ist der sensationelle Fund, den man in der staatlichen Zementgrube am Stadtrand machte. Die längste Spur ist m lang. Wir konnten die drei zackigen Riesenzehen vom Tyrannosaurus Rex und die Abdrücke vom Brontosaurus erkennen, die hier herumgewandert sind. Die ehemals ebene Platte wurde über Jahrmillionen nach oben gefaltete und steht heute senkrecht gegenüber der eigens dafür errichteten Besucherplattform.

Durch Erosion treten selbst heute noch neue Spuren zutage, während man mit einem Kunststoffüberzug versucht, die bestehenden zu schützen. Es ist wirklich eine Weltattraktion, die in den letzten Jahren noch durch einen Saurier-Themenpark ergänzt wurde. Von Sucre aus unternahmen wir auch einen mehrtägigen Ausflug zum Salar Uyuni. Isabelle und André kümmerten sich in dieser Zeit um unseren Basko. Was dann angerollt kam , hatte wenig mit einem bequemen Reisebus zu tun, aber wir haben es irgendwie überstanden.

Nach 11 Stunden stiegen wir wie gerädert in Uyuni aus und waren froh, dass wir diese Buckelpiste nicht mit unserem Hobby gefahren sind. Uyuni, aus strategischen Gründen vom damaligen Präsidenten Arce gegründet, spielte im Chacokrieg gegen Paraguay eine wichtige Rolle. Heute wird in dieser trostlosen Stadt nur noch um Touristen gekämpft. Uyuni ist der Ausgangspunkt für Touren zum gleichnamigen Salar und der einmaligen Lagunenlandschaft im Südwesten Boliviens.

Die Stadt wirkte schon am frühen Abend wie ausgestorben, trostlos und kalt. Anfangs wunderten wir uns noch, dass alle zufällig gerade am nächsten Tag starten werden, aber wer sollte auch länger als unbedingt nötig in diesem Ort verweilen. In der Nacht leisteten wir uns den Luxus, unseren Ölradiator durchlaufen zu lassen. Pünktlich um Noch zwei Stopps und unsere kleine Gruppe war komplett.

Zwei Franzosen, Vater und Sohn, zwei junge deutsche Frauen und wir. Der Fahrer fungierte gleichzeitig als Reiseleiter und Koch. Erster Stopp war der berühmte Cementerio de Trenes, der Eisenbahnfriedhof. Hier rosteten unzählige Dampfloks und Eisenbahnwaggons vor sich hin. Mit dem Aufkommen der Dieselloks war die Zeit der alten Dampfrösser abgelaufen. Eisenbahnfriedhof klingt nach würdevollem Abschied nehmen, aber die Loks standen inmitten von Abfall und rostigen Teilen wie auf einem Schrottplatz oder einer Müllkippe.

Die vielen Jeeps, die mit uns gemeinsam gestartet waren, verteilten sich auf der riesigen Fläche - und dann war es ganz still. Es war, wie an einem sonnigen Wintertag mit Neuschnee, nur dass es hier keine Bäume, keine Häuser, keinerlei räumliche Begrenzung gab. Es war irreal - absolut fantastisch. Die endlose Weite ermöglichte es, dass man Bilder machen konnte, die sonst nur durch Fotomontagen möglich sind. Auf der Weiterfahrt kamen wir an aufgetürmten Salzbergen vorbei. Das Salz musste nach den Regenfällen erst abtrocknen, ehe es gemahlen, gereinigt und dann verkauft werden konnte.

Die Insel Pescado wirkte auf uns wie eine Oase in der Wüste. Hier wachsen bis zu 12 m hohe Kakteen, zum Teil sind diese weit über Jahre alt. Vom höchsten Punkt der Insel hatten wir eine tolle Rundumsicht bis zu den schneebedeckten Vulkanbergen im Süden. Wir unterlagen der Täuschung, uns auf einer richtigen, vom Wasser umgebenen Insel zu befinden. A ber auch hier - alles nur Salz. Das änderte sich dann auf unserer Weiterfahrt. Der westliche Teil des Salar Uyuni stand bis zu 50 cm unter Wasser. Der Regen der letzten Monate blieb auf dem abflusslosen Salar so lange stehen, bis das Wasser vollständig verdunstet war.

So entstand auch schon vor vielen Millionen Jahren dieses Naturwunder, als das abflusslose Anden-Binnenmeer Lago Minchíns austrocknete und nichts als Salz zurückblieb. Unser Fahrer brauchte seine ganze Aufmerksamkeit, um nicht in den Ojos einzubrechen, das sind instabile Stellen in der Salzkruste, die durch Salzquellen und unterirdische Wasserläufe entstehen.

Wie ein Boot durchpflügte unser Landcruiser den Salar, der hier doch mehr einem See als einer Wüste ähnelte. Die nächsten zwei Tage erlebten wir die Naturschönheiten im tiefsten Südwesten Boliviens. Die surreale Landschaft, hügelig und fast baumlos, hatte ihren besonderen Reiz. An vielen Stellen standen steil aufragende, durch Erosion geformte Felsen, in denen wir mit etwas Fantasie Figuren und Tiere erkannten. In der Nahe der chilenischen Grenze säumten dann schneebedeckte Berge und Vulkane, die meisten über m hoch, den Horizont. Wir sahen unzählige Lagunen, deren Wasser je nach Tageszeit und Temperatur eine grüne oder rote Farbe annahm.

Vacuñas und Flamingos fühlten sich hier wohl. Dass das ganze Andengebiet vulkanisch aktiv ist , konnten wir hier ein weiteres Mal beobachten. Das m hoch gelegene Geysirbecken mit seinen brodelnden Schlammpfützen und den unter hohem Druck austretenden Schwefeldämpfen machte uns schon fast etwas Angst. Die Erde schien zu vibrieren und der Überdruck konnte, wie bei einem Wasserkessel, nur an bestimmten Stellen entweichen.

Alles schien instabil, aber es gab keinerlei Absperrungen. Auf der Rückfahrt sahen wir an einem Abhang drei neue Kreuze stehen und unser Fahrer bekreuzigte sich. Dann erzählte er von dem Jeep, der vor einem Monat mit 6 Touristen über die Piste geschossen und in den Abgrund gestürzt sei. Leider kommt so etwas immer wieder vor. Die Fahrer sind oftmals übermüdet, manchmal betrunken oder sie stehen unter Drogen. Wir waren froh, dass wir einen recht guten Fahrer hatten, der uns sehr sicher und ohne ein Risiko einzugehen drei Tage durch eine der schönsten Gegenden Boliviens chauffiert hat.

Wir werden diesen Trip nicht so schnell vergessen. Potosí - wer kennt schon Potosí? Die sagenhafte Menge von Einen Rekord kann sie aber heute noch für sich verbuchen. Wir waren klimatisch von Sucre verwöhnt und erlebten hier in Potosí wieder hautnah den bolivianischen Winter. Die Luft war dünn, wir hatten Atemprobleme und schlotterten vor Kälte. Gut, dass wir einen so angenehmen Stellplatz bei der Hacienda Cayara gefunden hatten. Das Haus aus dem Jahre ist mehr Museum als Hotel.

Eine unglaubliche Anzahl an historischen Rüstungen, Waffen, Werkzeugen und Haushaltsgegenständen befinden sich auf der Hacienda, vieles davon weit über Jahre alt. Fast einen ganzen Tag waren wir gemeinsam im Haus unterwegs und kamen aus dem Staunen kaum heraus, welche historischen Werte hier noch in Privatbesitz sind. In Potosí selbst war kaum etwas so gut erhalten und über die Zeit bewahrt worden. An allen Ecken der Stadt sah man noch den früheren Reichtum, aber auch den zunehmenden Verfall.

Potosí wächst und schrumpft mit dem Silberpreis. In den letzten 10 Jahren ist die Bevölkerung um mehrere Die schnell gebauten primitiven Behausungen am Stadtrand zeugen von dem Boom der letzten Jahre. Der hohe Silberpreis machte den Abbau am Cerro Rico wieder lukrativ. Der Berg, innen durchlöchert wie ein Schweizer Käse, hat mittlerweile mehr als Mineneingänge.

Einige wenige werden heute noch oder wieder genutzt, wobei die Bergleute unter extremen Bedingungen, betäubt durch Kokablätter und Alkohol, schuften und oftmals nicht älter als vierzig Jahre werden. In der Stadt brummte derweil der Minentourismus. Für wenige Bolivianos konnte man eine aktive Mine besuchen und sich dem Schockprogramm unterziehen. Den Minenarbeitern werden kleine Geschenke wie Kokablätter, hochprozentiger Alkohol und Dynamit, welches hier frei verkäuflich ist, mitgenommen. Anfangs wollten wir eine solche Tour buchen, haben uns dann aber gegen diese Form des Sensationstourismus entschieden.

Potosí hatte auch ohne Minentouren einiges zu bieten. Die Kathedrale wurde mit hohem Aufwand restauriert und stand bei unserer Besichtigung kurz vor der Fertigstellung und in der Casa de Moneda, der königlich spanischen Münze, konnten wir deren Entwicklung zur wichtigsten Münzprägewerkstatt Spaniens nachvollziehen und die wuchtigen, in Deutschland gebauten Prägemaschinen besichtigen. Ein karnevalähnlicher Umzug brachte die halbe Stadt zum Schwingen und zeigte eindrucksvoll die Lebensfreude und den Frohsinn der Bewohner. En ausencia de Cristiano Ronaldo, el seleccionador portugués optó por un Pero el regreso a un no debería sorprender ya que con ese dibujo el exjugador del Real Madrid ha brillado desde la llegada de Santos al banco de la Seleçao.

Argentina, Chile, Paraguay and Uruguay re-launched their bid to host the World Cup following a meeting of their presidents in Buenos Aires on Wednesday. The four national presidents committed to creating a local organizing committee with a representative from each country to coordinate with CONMEBOL, South American football's governing body. Bodega Garzon Winery Architects: Maldonado, Uruguay Area: El presidente de la institución, Gabriel Blanco, dijo que ese fue un objetivo que se planteó la comisión directiva cuando asumió sus funciones.

Un poco de playa y luego al hotel para follar sin parar. Los alrededores de ese espacio amanecieron vallados y con un fuerte dispositivo de seguridad policial. Esto se mantendría hasta que los mandatarios participen de la fotografía oficial. TeleSUR hace un recorrido para analizar la disolución de ciertos consensos políticos encaminados a hacer de Latinoamérica una región estratégicamente amalgamada. Sejak musim panas kemarin, Barcelona memang dirumorkan mencari penyerang baru.

Mereka tengah mempersiapkan pengganti Luis Suarez yang usianya kini sudah tidak muda lagi. Untuk itu membeli penyerang baru akan menjadi prioritas transfer El Blaugrana di musim panas nanti. Menurut laporan yang diturunkan AS, Barcelona sudah mengantongi dua nama yang akan mereka datangkan ke Catalunya di musim panas nanti. Mereka akan berjuang keras untuk mendapatkan sang striker begitu bursa transfer dibuka.

Menurut laporan itu, target pertama Barcelona di musim panas nanti adalah penyerang Eintracht Frankfurt, Luka Jovic. Jovic sendiri sudah beberapa bulan terakhir dirumorkan akan dicomot oleh Barcelona. Las Azulgrana terkesima dengan ketajaman striker 21 tahun itu yang sudah menyarangkan 15 gol di 24 pertandingan Bundesliga musim ini. Untuk itu Barcelona siap membayar mahal untuk mendapatkan striker Timnas Serbia tersebut. Mereka kabarnya akan menawar sang pemuda dengan mahar 50 juta Euro.

Rodrigo sendiri musim ini performanya kurang impresif bersama Los Che. Ia tercatat hanya mampu membuat lima gol sepanjang musim La Liga ini. Namun Valverde dikabarkan sangat menyukai gaya bermain dan kemampuan sang striker. Untuk itu ia akan mencoba menggaet sang striker di bursa transfer nanti. Aquí en Uruguay ya es 22 de marzo, las Ahora, espero que tengas un excelente dia, no como yo: Rugby - Super Rugby - Fecha 6.

Ciclismo - Milano - San Remo. Glorias del Milan. Unser Entschluss, Paraguay auf unserer letzten Rundreise zu besuchen haben wir nach einem Gespräch mit Irma und Norbert gefasst, die wir an der Atlantikküste in El Cóndor getroffen hatten. Die zwei Berliner lebten seit drei Jahren in Asuncion und waren so begeistert von ihrer neuen Wahlheimat, dass der Funke übersprang. Wir waren neugierig, wie die Menschen in diesem armen und bis vor wenigen Jahren diktatorisch regierten Land so leben. Einen traurigen Rekord hält Paraguay, es ist eines der korruptesten Länder der Welt.

Ob wir an der Grenze Schmiergeld bezahlen müssen oder Probleme mit Basko bekommen? Wir waren gespannt. Was wir dann aber wirklich an der Grenze erlebten, hätten wir niemals erwartet. Die Personeneinreise war völlig unkompliziert, ja sogar etwas oberflächlich. Petra blieb erst einmal mit Basko im Auto und ich habe mit Kathi die Einreise geregelt. Niemand störte es, dass wir zwei mit drei Pässen einreisen wollten. Als Nächstes mussten wir zum Zoll, um das Wohnmobil zu importieren. Ein älterer Beamter in Zivil wartete schon auf uns. Er war sehr locker und lustig, füllte die Dokumente gleich selbst aus, aber nahm es damit auch nicht so genau.

Nach meinem Hinweis auf den falsch geschriebenen Namen korrigierte er es fast bis zur Unleserlichkeit. Im Jahre erklärte der Diktator Francisco Solano López den Nachbarstaaten Argentinien, Brasilien und Uruguay gleichzeitig den Krieg, der zum blutigsten und grausamsten in der lateinamerikanischen Geschichte wurde. Nur wenige Kilometer nach der Grenze überquerten wir auf einer mehrspurigen Brücke den Río Paraguay und rollten in die recht modern anmutende Hauptstadt Asuncion. Im Hochsommer muss es hier unerträglich sein, war unser erster Gedanke.

Auf dem kleinen Campingplatz im botanischen Garten, einer wunderschönen Oase in der hektischen Stadt, standen wir dann unter Schatten spendenden Bäumen und fühlten uns ebenso wohl wie die vielen Hauptstädter, die hier in Familie ihren Sonntag verbrachten. Unsere Stadtbesichtigung am nächsten Tag begann mit einer typisch südamerikanischen Busfahrt. Für uns nichts Neues, aber Kathi schüttelte immer wieder den Kopf und fragte sich, wann die Klapperkiste wohl auseinanderbrechen wird.

Die Stadt selbst hatte nicht sehr viel zu bieten. Es wird viel gebaut, und es ist vieles verfallen. Die noch vorhandenen Gebäude aus der Kolonialzeit prägen den Charakter der Stadt, viele sind sanierungsbedürftig. Im Zentrum sahen wir dann noch eine Besonderheit, die es so wohl nur in Asuncion gibt. Keine Meter vom Präsidentenpalast und dem neuen Parlamentsgebäude entfernt standen die jämmerlichen Hütten der Ärmsten.

Etwas Ähnliches hatten wir in Managua gesehen, aber hier war es noch drastischer. In Paraguay gibt es keine Mittelschicht. Die wenigen Superreichen können sich fast alles leisten. Sie fahren die modernsten Luxusautos und leben in abgeschlossenen grünen Stadtvierteln. Die übrige Bevölkerung lebt in recht einfachen Verhältnissen, ein Drittel sogar unter der statistischen Armutsgrenze. Trotz allem wirkten die Menschen aber freundlich, aufgeschlossen und in gewisser Weise sogar zufrieden. Mit diesen Eindrücken rumpelten wir zum botanischen Garten zurück.

Hier sind die Schönen und Reichen Paraguays unter sich. Gepflegte Sport- und Yachtclubs, Ferienanlagen und noble Hotels, Restaurants und Bars, alles ist vorhanden - aber fast alles war schon geschlossen. Umso besser für uns. Den Nachmittag verbrachten wir unter der Schatten spendenden Markise. Faulenzen, lesen und die Seele baumeln lassen war angesagt und Basko war auch in seinem Element.

Er kam aus dem Wasser kaum noch raus und eine kleine Hundefreundin hatte er auch schon gefunden. Wir waren immer wieder erstaunt darüber, wie sauber hier alles war und wie ordentlich die meisten Häuser auf dem Land aussahen. Paraguay ist, nach Bolivien, das zweitärmste Land Südamerikas, aber im Gegensatz zu Bolivien oder auch Peru wirkte hier alles viel ordentlicher. Die Häuser waren verputzt und mit der subtropischen Vegetation sahen sie richtig schön aus.

Erst als Wandermissionare unterwegs gründeten sie schon bald die ersten Siedlungen, Reduktionen genannt. Bis zu Guaraní-Indios lebten jeweils mit einigen Missionaren zusammen, die ihnen neben modernen Handwerkstechniken auch Lesen, Schreiben und Rechnen beibrachten. Es wurde Landwirtschaft und Viehhaltung betrieben. Die Reduktionen waren dabei so erfolgreich, dass sie zu einer starken wirtschaftlichen und politischen Macht wurden - zu stark für die spanischen Eroberer und Kolonialisten. Dazu kam, dass die Indios in den Redaktionen nicht als Sklaven oder Leibeigene lebten, sondern als freie gleichberechtigte Menschen.

Weltliche und kirchliche Neider entfachten ein wahres Kesseltreiben. In der Folgezeit verfielen die Reduktionen zusehends und wurden sie auf Anweisung des paraguayischen Diktators Francia zerstört und dem Urwald überlassen. Nichts war als Provisorium gebaut. Das schönste Einzelgebäude war immer die mit prunkvollen Steinmetzarbeiten verzierte Kirche. Die indianischen Künstler entwickelten hier einen eigenen Stil, das sogenannte Guaraní-Barock, indem sie die vorgegebenen Formen mit indianischen Motiven vermischten.

Der nach unserer Meinung ungerechtfertigt schlechte Ruf von Paraguay hat eben auch negative Auswirkungen auf den Tourismus. Die jungen Grenz- und Zollbeamten waren sehr nett und hilfsbereit. Als wir aber dann das Schild mit den Einfuhrverboten sahen, rutschte uns das Herz in die Hose. Alles war verboten: Wir hofften darauf, dass wir nicht kontrolliert werden, und sind recht flott auf der Lkw Spur durch die Kontrollstelle gefahren.

Wir hatten Glück und wurden nicht angehalten. In Foz del Iguaçu haben wir uns dann entschieden, auf die Wasserfälle von der brasilianischen Seite aus zu verzichten. Die Sicht war nicht besonders gut, es hätte uns einen ganzen Tag gekostet und vielmehr hätten wir auch nicht gesehen. Die argentinische Seite der Wasserfälle ist die attraktivere. Für mich war die frisch geräucherte Knackwurst der Renner, gut gewürzt und mager, fast wie zu Hause. Zwischen den sanft geschwungenen bewaldeten Hügeln und den lieblichen Tälern fühlten wir uns fast wie in den heimatlichen Mittelgebirgen, nur die tropische Vegetation und die vielen Palmen passten nicht in dieses Bild.

Die kleinen Städte, durch die wir fuhren, machten einen adretten und sauberen Eindruck. Selbst viele Industriebetriebe waren so ordentlich, dass man sie mit noblen Hotelanlagen verwechseln könnte. Wir waren angenehm überrascht, so etwas hatten wir in Südamerika nicht erwartet. Tatsächlich ist Pomerode die deutscheste Stadt Brasiliens. Fast jeder im Ort hat deutsche Vorfahren und spricht Deutsch oder ein pommerisches Plattdeutsch mit einigen portugiesischen Wörtern.

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Die ersten deutschen Einwanderer kamen Ende des Jahrhunderts nach Südbrasilien. Der brasilianische Kaiser hatte in Deutschland mit günstigen Siedlungsbedingungen dafür geworben. Die deutschen Wurzeln waren besonders im Landesinneren in allen Lebensbereichen unverkennbar. Und gutes Bier wurde hier auch gebraut. Drei Wochen lang wird getanzt, gesungen und natürlich getrunken. Aber auch in den restlichen Wochen des Jahres wird das deutsche Brauchtum geschickt vermarktet. Nach dem beschaulichen Pomerode war uns die Stadt aber irgendwie zu laut und zu hektisch.

Es ist das meistbesuchte Urlaubsziel im Bundesstaat Santa Catarina. Der Strand selbst wird als eine Kleinausgabe von Rios Copacabana bezeichnet. Etwas südlicher, auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht, liegt der kleine Fischerort Porto Bello. Hier haben wir endlich wieder einen Platz nach unserem Gusto gefunden. Der Ort war ruhig, überschaubar und bodenständig. Natürlich gab es hier auch Tourismus, aber der fügte sich angenehm in das Leben des Fischerortes ein.

Brasilien gefiel uns! Die von sächsischen Einwanderern in Blumenau gegründete Textilfabrik Hering, ein Vorzeigebetrieb in Brasilien, lässt fast nur noch in China produzieren.

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Die Belegschaft wurde innerhalb weniger Jahre von Wir wollten es kaum glauben. Brasilien, in unserer bisherigen Vorstellung selbst ein Schwellenland, hat ebensolche Probleme mit der Billigkonkurrenz aus Fernost wie die hoch entwickelten Industrienationen. Im Norden der 50 km langen Urlaubsinsel liegen die schönsten feinsandigen Strände mit Tausenden Touristen, der Süden ist noch ziemlich unberührt. Dort zog es uns hin. Wir fanden kleine Fischerorte und verschlafene Strandnester, aber auch hier wird die Küste so langsam zugebaut.

Schön ist, dass dies nicht mit Hochhäusern und riesigen Hotelanlagen, sondern mit einer der Landschaft angepassten dezenten Architektur geschieht. Noch etwa km fuhren wir auf der BRA , der Küstenautobahn, südwärts, bis wir den Abzweig ins südbrasilianische Canyonland erreichten. Die ersten Kilometer bis Praia Grande waren gut asphaltiert und dann begann die Horrorpiste.

Am Anfang dachten wir noch ans Umkehren, später war es einfach nicht mehr möglich. Auf den nächsten 30 km überwanden wir mehr als Höhenmeter auf einer Piste, die schlimmer nicht sein könnte. Entschädigt wurden wir mit herrlichen Panoramaaussichten über die Canyonlandschaft bis zum Atlantik. Die Hänge und Bergplateaus waren mit mächtigen Araukarien bewachsen, die durch die Nationalparks geschützt werden, und überall sahen wir das satte Grün der Bergwiesen mit wild wachsenden Blumen. Wir wollten uns nach der anstrengenden Fahrt ein schönes Restaurantessen gönnen, aber Fehlanzeige.

Also mussten wir schauen, was uns die Bordküche zu bieten hatte, und das war sicher nicht schlechter als manches Restaurantessen. Mit dem ersten Sonnenstrahl fuhren wir am nächsten Morgen los. Unser Zeitplan war angespannt, wir wollten an diesem Tag bis fast nach Uruguay kommen. Die Landschaft lag unter einer leichten Frühnebelschicht und wirkte regelrecht mystisch.

Zwischen 6 und 8 Euro kosteten es alle 50 km. An einer Churrascaria hielten wir an, um nun endlich das legendäre Rodízio zu probieren. Diese wurden dann vom Kellner an den Tisch gebracht und man konnte sich das knusprigste Stück aussuchen, von dem dann eine dünne Scheibe abgeschnitten wurde. Zwischendurch gab es Salat von Buffet und dann wieder Fleisch. Kathi und ich hatten eine schlechte Nacht, wir hatten einfach zu spät und, da es so lecker war, zu viel gegessen. Das waren wir nicht gewohnt. Petra hatte gut lachen, sie hatte auf das Fleisch verzichtet und nur vom Salatbuffet gegessen.

Wir waren schnell in Uruguay, schneller als es gut war. Hier konnte man problemlos von Brasilien nach Uruguay wechseln und umgekehrt, erst etwas hinter oder vor den Städten gab es eine richtige Kontrollstelle, bei der man den wichtigen Stempel in den Pass gedrückt bekam. Die Einreiseprozedur nach Uruguay war dann richtig entspannt. Da hatten wir unser Obst und die anderen Lebensmittel umsonst versteckt. Nur wenige Kilometer nach dem Grenzort glaubten wir uns in einer anderen Welt. Die Gegend in Norduruguay war von Landwirtschaft und Viehzucht dominiert.

So rumpelten wir südwärts und schafften am ersten Tag gerade mal km, dann verhinderte die schon gegen Im nächsten Dorf hatten wir dann Orientierungsprobleme. Alles war stockdunkel — Stromausfall. Vor dem Haus des Dorfmechanikers durften wir die Nacht verbringen.

Er kam mehrmals zu unserem Wohnmobil und fragte, ob er uns nicht irgendwie helfen könnte. Ein bisschen Neugier war wohl auch dabei und so zeigten wir ihm unser Mobil und bedankten uns für den Stellplatz mit einer Flasche Wein, die er erst nach langer Diskussion annahm. Am nächsten Morgen starteten wir mit der ersten Dämmerung.

Je weiter wir nach Süden und zur Küste kamen, um so besser war das Land erschlossen. Unsere restliche Zeit war leider so knapp bemessen, dass wir auf den Besuch von Punta del Este und Mondevideo schweren Herzens verzichtet haben. Einzig die gegründete Kolonialstadt Colonia del Sacramento, die älteste Stadt Uruguays, haben wir noch rechtzeitig erreicht und besichtigt. Wir konnten die bewegte Geschichte der Stadt, geprägt durch die vielen militärischen Auseinandersetzungen zwischen den portugiesischen und spanischen Truppen um die Vorherrschaft an diesem strategisch wichtigen Punkt, bei unserem Stadtrundgang regelrecht spüren.

Am Abend wirkte alles noch authentischer. Erst gegen Mitternacht sind wir im Hobby in unsere Betten gestiegen und schon drei Stunden später weckte uns das grausame Klingeln des Weckers. Wir hatten die Frühfähre gebucht und mussten pünktlich Mit der aufgehenden Sonne erreichten wir Buenos Aires. Wir hatten zur Sicherheit die zwei letzten Tage für die aufwendigen Behördengänge eingeplant, die erforderlich waren, um alle Dokumente für Baskos Rückflug zu bekommen.

Nach einem Tag hatten wir aber schon alles beisammen, sodass wir noch etwas Zeit gemeinsam in der Stadt verbringen konnten; und dann war der Zeitpunkt gekommen Abschied zu nehmen — von unserer Kathi und unserem treuen Begleiter Basko. Gemeinsam sind sie nach Frankfurt geflogen, wo unser Sohn Felix schon wartete, um Basko für die nächsten Wochen in Pflege zu nehmen. Jetzt konnte sie beginnen, die definitiv letzte Etappe unserer langen Reise.

Martin Luther King. Creó un grupo de teatro, llevando a escena varias obras en lengua gallega, ahí empezó también, sus primeros versos y narraciones. En esa época se forjo un genio. Allí mismo en Buenos Aires, como tantos y tantos gallegos, de esa década. Asistió a cursos de lengua, literatura, historia, arte geografía y economía de Galicia, extendiendo su colaboración periodística a publicaciones de Uruguay y Méjico, adquiriendo una cultura universal al tiempo que profundizaba en sus raíces gallegas. Junto a otros jóvenes emigrantes, fundó las mocedades galeguistas en , y el periódico Adiante.

Al año siguiente se caso con la escritora Anisia Miranda, con quién fundó la editorial Follas Novas, a traves de la que van reuniendo todo lo que se publica sobre Galicia en el mundo. La obra literaria gallega, mas reeditada y vendida tanto en su lengua original, como sus diversas traducciones. En ese año, se traslada a Cuba con su mujer donde ocupa diversos cargos administrativos y colabora en diversos periódicos y revistas. En regresa a su Gres natal donde preside la Fundación que lleva su nombre y que cumple un servicio cultural.

Y digo que lo es por merecerlo, y porque para todos, es siempre un hombre galeguista universal. Pero su vida, nos queda para siempre. Eduardo JJ Rubianes Calvo. Actualmente, cuenta con 17 producciones musicales, 7 DVDs y 10 conferencias grabadas. Osvaldo Pupillo. Obtuvo una Licenciatura en Teología. Actualmente es Presidente del Ministerio de Generación de Conquista y Gobierno, entidad misionera evangelística de ayuda a Organizaciones nacionales e internacionales.

TodoGospel by Rachel. Eben-Ezer es un trio de grupo netamente cristiano y evangelistico oriundo del país hermano de Chile, comienza en el año , sus integrantes eran Julio Villagra , Silas y Manuel Flores.

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En sus primeros años comenzaron realizando cruzadas, donde Dios los uso grandemente. Tuvieron la oporutnidad de cantar en el teatro Caupolican, en las cruzadas del evangelista puerto riqueño José Berrios. Cruzada de Literatura Cristiana. En el año el trio comienza sus giras y lo hace comenzando por Argentina , desde Buenos Aires y alli estan unos meses y luego emprenden hacia Uruguay; participando en grandes cruzadas con el evangelista Morris Cerullo donde recorrieron casi todas las iglesias grabando 8 discos.

Luego viajan a Sao pablo- Brasil donde alli graban varios temas de larga duración. José Cuevas acordeón y vocalista y Juan Tobar seg. Argentina y graban dos nuevos discos luego regresan a Chile y continuan con las cruzadas por todas las ciudades y rincones de Chile. UU titulado "Clamor cuando Cristo Venga". Debido a la cercanía con ete ministerio Yiye Avila decide llevar a Manuel Flores como coordinador de las campañas evangelisticas a Argentina. Durante este año se renueva el trio esta vez integrado por: Finalizada la cruzada Manuel sufre un accidente de transito donde casi le cuesta la vida no sienod este un impedimento en continuar con esta obra y ministerio.

En el año comienzan a tomar fuerza como familia y sus integrantes serian: En se radican como familia en Argentina en la ciudad de Gral. Alvear dirigiendo programas de radio. Por el año se constituyen como familia Flores en los EE. UU donde actualmente residen y mantienen firme el ministerio el cual Dios ha confirmado y prosperado.

En el año Manuel Flores llega a ser presidente de television del muy conocido programa "Encuentro de Paz" donde miles y miles de personas escucharon el mensaje de salvación a través de este medio. En los años siguientes creció este ministerio alli donde residen a través de la radio ,la television , los mensajes y las canciones. En el año llegan a España e Inglaterra donde en la madre patria realizan una campaña bajo el slogan "Invasion España " Dios bendiga a este hombre y su ministerio por su tenacidad. Dios bendiga a Manuel Flores. En esa misma iglesia que concurría conoció a Stella Maris Camejo con quien se casó luego y con la cual tuvieron 5 hijos: Los 3 varones integraron después "Puerto Seguro", Elías después de 7 años de haber estado en el grupo decide formar su propia banda "LBE".

Deborah es solista. Cristo el Abogado con Stella Maris Vol. No, apoderados del colegio Francisco Andrés Olea, madrugando afuera con tal de asegurar un cupo para sus hijos de kinder. La imagen es del año pasado, pero no deja de ser dura. Y no sé por qué al subirla pensé de inmediato en Valpo, por ahí por Uruguay a la altura de la Plaza O Higgins. Tenemos internalizada la intemperie, a eso me refiero. Estados Unidos y Ecuador protagonizan un encuentro en vivo a partir de las Estas son las novedades del Estados Unidos vs Ecuador para esta noche.

Para culminar dejo un mensaje muy claro a todos. Estados Unidos vs Ecuador: Asistente 1: Philippe Biere. Asistente 2: Michael Barwegen. Venta urgente.. Publicado por sagardia propiedades a traves de Inmomap en QuilmesInmuebles cochera. Venta urgente. Publicado por a traves de Inmomap en ItuzaingoInmuebles cochera. La Comisión Organizadora de la edición del Campeonato de los Barrios, junto a delegados de los once equipos participantes, en primera instancia, dio a conocer las pautas organizativas, el reglamento y el modo de disputa.

Pedro Díaz. Tras el sorteo realizado en el día de ayer se determinó la conformación de las series, Quedando integradas de la siguiente manera:. En la tarde de hoy desde las Finalizando la noche los dos equipos finalistas posteriormente al partido posaron juntos para la foto entre risas y dolores musculares. Fuente de la info: Quilmes-El Español. Pendiente para 23 de marzo Estrella América-El Español. Saksikan juga video menarik di bawah ini: Oigo los patos desde la mañana cuando por fin largamos ida y vuelta de Chile después de correr ahí 3km fronterizos.

Les oigo graznar otra vez en la noche, entre las respiraciones y ronquidos de los corredores de otras carpas. Un pedazo de tela nos separa. Esto también requiere adaptación —pienso- y no creo que cualquier personaje pueda resistirlo. Estoy 6ta en mi categoría y esta vez va a ser difícil remontar, como me dice Nelson Ortega, el entrenador de Neuquen que conocí en el Sí me importa, claro, pero he tenido momentos de éxtasis, de sol y libertad. De surrealismo: Hago el recuento del día. Claro que en el km 23 ya nada tenía gracia. La primera llegada: Mis compañeros ecuatorianos, Aguita y Rodrigo, me recuerdan que hay que cumplir lo que nos enseñó el Gonza Calisto: Se pasa relax en el campamento.

Pero el terror de lo que nos espera mañana me agarra. Cuando largamos el segundo día, me puse a llorar. Me acordé de Frodo y su viaje, y me sentí valiente. Dolor sí, full. Pero alucinada de los paisajes en la cordillera de la Patagonia, los lagos abajo y el Tronador, nevado y brillante. Al ver el lago Gutiérrez a lo lejos, sentí que ya llegué. De repente me perdí. Empecé a oír los gritos de una chica, era Andrea de Francia. Estaba entre unas matas con espinos, perdida también. Le ayudé y nos alcanzó Ariel de Brasil. A ella yo le había visto recogiendo basura, quitando troncos del camino para ayudar a los corredores… me dijo que estaba lesionada e iba despacio.

Otros corredores estaban por ahí siguiendo una ruta sin señalización. Nos encontramos con Juan, un corredor argentino experimentado que nos fue guiando. Al fin vimos señales y a un voluntario que nos indicaba el sendero. Qué mal pero ya estamos en esto. A seguir. Corrimos hasta la llegada con un resultado poco alentador: Pero tengo nuevos amigos y me siento contenta. Todos andamos lastimados y dolidos. Tanto es así que el Rodrigo va a la enfermería. La Aguita me da una pomada de caléndula y después del proceso de recovery, del lago de agua helada y un almuerzo tardío, hago la siesta.

Hay mujeres de mi categoría e incluso mayores con un físico increíble que me ponen la vara alta. El lago Gutiérrez, precioso. Verificación de lo reglamentario en la mochila, y largada! Con los nuevos amigos y amigas de dos días corrimos en el bosque por senderos sube y baja que en otras circunstancias sería hermosos, pero hoy me costaban demasiado. Mis gemelos estaban tiesos aunque calenté un poco. La Aguita y el Rodrigo ya estaban lejos. Comí mis blocks y volví a la carga. De repente, todo había cambiado. Mis gemelos estaban calientes y podía correr y saltar troncos.

Comencé a pensar que los 20km que me faltaban serían maravillosos y que al fin llegaría triunfante a Villa Catedral después de coronar el Cerro. Me acordé de caminar pasos y correr Me acordaba del Francisco, nuestro auspiciante, que decía: Así fui, entregando el corazón. Pasé como a 30 corredores que caminaban penosamente con sus bastones.

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Era igualito que el camino al Hito desde la Merced. Y a menor altura. Cuando iba en el sufrimiento de los primeros kilómetros decía en voz alta: Y me llegó su energía. La llovizna preciosa me acompañó. Tan concentrada bajé que de pronto mi reloj marcaba 5: Entré en la meta y lloré sin parar. Me olvidé de sacar la bandera que ya iba 3 días sudando conmigo en la mochila. Tanto lloraba que una voluntaria me abrazó: Lo lograste, llegaste, shegaste! Han pasado 24 horas y estoy casi recuperada. Eso sí es destruir el cuerpo. Publicado por sagardia propiedades a traves de Inmomap en SanMartinInmuebles cochera.

Publicado por a traves de Inmomap en MoronInmuebles cochera. Publicado por sagardia propiedades a traves de Inmomap en LaMatanzaInmuebles cochera. Para las trabajadoras, las categorías son importantes para dignificar la tarea doméstica. Pero esto no quiere decir que haya tareas que vayan a dejar de hacerse. En la reunión anterior teníamos que esperar por la asamblea que iban a realizar el 8 de marzo, y la respuesta fue que no habían podido reunirse porque no contaban con un paro.

Desde el sindicato aguardan con expectativa esa devolución. FUCVAM asegura que el porcentaje debe cubrir los costos operativos del sistema, porque las viviendas que construye no ingresan al mercado inmobiliario. Hoy jueves, a las A las Wanderers llega de la mejor manera. Bajó a Peñarol en el torneo local y eso no es poco, sobre todo, por cómo ganó: La posible novedad es el ingreso de Barboza. Ellos son La realidad de Sport Huancayo no es buena. Hoy a las Los candidatos son dos: Óscar Curutchet e Ignacio Alonso.

Ayer, Carlos Ham decidió bajarse de la candidatura y confirmó lo que se especulaba desde hacía unos días: Para ganar en la primera vuelta se necesitan dos tercios de los 76 votos posibles, o sea, 51 votos. El protocolo para la jornada lo explica claramente: Nada hacía pensar que, 13 años después, sería Pedro Bordaberry quien agitaría la bandera de la transparencia.

La magnitud del retroceso invisibilizó previos méritos del progresismo gobernante. Fernando Lorenzo hizo otro tanto desde el Ministerio de Economía y Finanzas. Por primera vez, el empresario firmó un contrato bajo condiciones que había intentado cambiar, a riesgo de perder un negocio importante. El precandidato a la presidencia por el Partido Nacional, Juan Sartori, realizó el martes un acto en el Palacio Peñarol. Si es así, no sé si me gustaría volver.

Camorrero y transformador: Unas me llamaban asesino. Otras, degenerado o criminal. Pocos pueden crear una obra con tanta audacia y lucidez: Un día se enfermó uno y le pregunté si no quería que yo lo reemplazara. Me dijo que no, que era muy chico. Pero yo le retruqué que sabía todo el repertorio de memoria. Cuando se separaron, Piazzolla inauguró su conocido recorrido de orquestas, exquisitos quintetos, octetos y sextetos, siempre al margen de la melodía y la orquestación tradicional.

Este viaje en el tiempo ejerce su propia fuerza, y se posiciona como una fuente necesaria de esta figura esquiva, atravesada por la historia y la leyenda.

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El otro le responde: No estoy de acuerdo con el Octeto porque interpreto que eso no es tango [ Estaba en un hermoso estado de locura [ Y yo quiero que piensen un poco cuando me vengan a escuchar. Y hoy, el concierto de su vida lo confirma. Varias vidas: Es una obra que te acerca a su complejidad, a sus contradicciones, e incluso a la simiente de una revolucionaria riqueza armónica.

Y fue por haber encontrado todos estos materiales inéditos, que ni siquiera la familia había visto o escuchado. Y meterse en ese universo implicaba una pregunta sin respuesta: La película muestra la insistencia por un sueño y la complejidad de ser un artista. Lo hace a partir de un relato coral, en el que él participa de su propia construcción, entre el Piazzolla intimista, el artista, el loco, la leyenda La película tiene una fuerza familiar muy grande.

Muchos se emocionan. Y la verdad es que todos podemos reconocer a alguien dentro de esos personajes. Todos conocemos del amor, del desamor y las peleas entre los hermanos, los tíos. De golpe, es muy cercano al recorrido de una vida. O sea que también hay una gran generosidad de los Piazzolla, que abrieron su intimidad. Y también se expone su fragilidad frente a la inmensidad de su obra, e incluso de su personaje. Los audios que se escuchan son de una charla de una hija con su padre.

Y las cosas que se hablan son difíciles de hablar en cualquier familia, o incluso con los amigos. Y me parece que todas esas contradicciones hablan de la grandeza del artista, en general, y en particular, de Astor. Pasó el tiempo, nos reencontramos, y con el montajista [Alejandro Penovi] la idea siempre fue hacer algo que no fuera periodístico ni informativo, sino que fuera cine: Es Astor por Astor. No hay nadie que hable, que medie las cosas.

Ese también era nuestro desafío, y estaba presente el gran interrogante de qué es lo que uno recibe de sus padres, qué es lo que ellos les dan a sus hijos. Preguntas que tienen que ver con los ciclos: Nonino fue muy influyente en él, y todo esto tiene mucha fuerza. Yo tenía la impresión de que toda esa melancolía y fuerza musical de Piazzolla estaba muy relacionada con Buenos Aires, con Mar del Plata, con Montevideo, con Punta del Este.

Fue una revelación verlo de esa manera tan contundente, porque es el lugar al cual vuelve para repetir la historia de su infancia. Después de este trabajo, me di cuenta de que también es una historia de los archivos, porque ves muchos formatos que se van sucediendo. Con el montajista, Alejandro, hicimos el montaje en 27 semanas, que es muchísimo, y creo que el ritmo tenía que ver con el vértigo que Piazzolla mantuvo en su vida. Él decía que lo que habías hecho ayer ya no servía. Si bien se piensa como homenaje, no es complaciente. Justamente, tuvo que ver con pensar en cine.

Al menos, en otros lugares, eso fue muy contundente. Y la insistencia en perseguir un sueño, y no claudicar ni conformarse, sino ir a fondo. Eso en la película se ve de una manera muy brutal, y a cualquiera le impacta. Y la pregunta que me hago es qué es ser vanguardista hoy. Porque ahí realmente ves a alguien haciendo vanguardia. Y creo que esto se traslada hacia otros lugares.

Sin duda, y en el amor también. Y creo que también fue una sorpresa encontrar a ese personaje tan misterioso que es Dedé Wolff [ex esposa de Piazzolla] cantando de esa manera, y en unas versiones que nunca se escucharon. Y eso lo dice él, no ella. Y hay muchas cosas que no se pudieron incluir porque queríamos concentrarnos. Porque una cosa es lo que a mí me gustaría hacer, y otra es lo que a mí me convoca en relación a estos materiales. Implica un trabajo de espera, de ósmosis, de que las cosas decaigan, de no forzar.

Después buscamos entre los coleccionistas y amigos, que tenían cosas que habían rescatado.